Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Neusorg
Im Schatten der fortdauernden Angriffshandlungen Russlands gegen die Ukraine sowie der kriegerischen Auseinandersetzungen im Gazastreifen und im Nahen Osten stand auch der diesjährige Volkstrauertag im Zeichen weltweiter Konflikte und menschlichen Leids.
Trotz dieser bedrückenden Ereignisse konnten die Feierlichkeiten in Neusorg auch in diesem Jahr in würdiger und vertrauter Form stattfinden. Um 18:15 Uhr versammelten wir uns an der Rektor-Haindl-Aula zum Kirchenzug, angeführt von den Steinwaldmusikanten.
Um 18:30 Uhr folgte in unserer Pfarrkirche der Gottesdienst, den Pater Arul für die Gefallenen, Vermissten und alle Opfer der Kriege zelebrierte. Die Steinwaldmusikanten sorgten dabei für eine feierliche musikalische Umrahmung.
Im Anschluss zogen wir mit Fackeln zum Ehrenmal. Nach den kirchlichen Worten und dem Segen von Diakon Harald Schraml ergriff Bürgermeister Peter König das Wort. Er erinnerte daran, dass jedes Jahr die Hoffnung ausgesprochen wurde, Vernunft möge siegen und Kriege ein friedliches Ende finden. Doch am Volkstrauertag 2025 bleibe die ernüchternde Erkenntnis, dass viele Machthaber und Staatsführer wenig dazugelernt haben.
Anschließend sprach Major Daniel Goedecke, Chef der 2. Batterie des Panzerartilleriebataillons 375 aus Weiden, unserer Patenbatterie. Er dankte dafür, an diesem besonderen Tag die Bundeswehr in der Gemeinde Neusorg vertreten zu dürfen – bereits zum zweiten Mal. In seiner Ansprache betonte er, dass dieser Tag nicht nur der Trauer gilt, sondern auch der Mahnung: Freiheit und Frieden sind keine Selbstverständlichkeiten. Obwohl zwei Weltkriege Anlass genug hätten sein müssen, aus den Grausamkeiten der Vergangenheit zu lernen, erleben wir heute weltweit so viele bewaffnete Konflikte wie selten zuvor. Die Auseinandersetzungen in Israel, Äthiopien, Myanmar, dem Sudan und in der Ukraine zählen dabei zu den größten und verlustreichsten.
Mit dabei waren auch Oberstabsfeldwebel und Batteriefeldwebel Günther Schneeberger sowie fünf weitere Kameraden der Bundeswehr.
Gemeinde Neusorg, Bundeswehr und Soldaten- und Reservistenkameradschaft legten gemeinsam einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder. Beim gemeinsam intonierten „Guten Kameraden“ der Steinwaldmusikanten und den drei Salutschüssen, die erneut von Thorsten Fiebiger abgefeuert wurden, salutierten wir, hielten inne und gedachten der Opfer beider Weltkriege sowie der gefallenen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in Auslandseinsätzen.














