Mar
11
2010

Neusorg. (hkö) Einen sicherheitspolitischen Vortrag veranstaltete die Gemeinde Neusorg in Zusammenarbeit mit der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Neusorg und der Heeresunteroffizierschule Weiden in der Rektor- Haindl- Aula. Hierzu konnte Neusorgs Gemeindeoberhaupt Peter König, als Referendar, Hauptmann Roland Pietsch willkommen heißen. Sein weiterer Gruß galt Stabsfeldwebel Herbert Stengl, von der HUS Weiden sowie den zahlreich erschienenen Gemeinderäten.

Hauptmann Roland Pietsch ging eingangs auf den Stellenwert der Bundeswehr ein. Das so genannte „Weißbuch“, ein Leidfaden für die Bundeswehr wurde im Jahre 2006, vom damaligen Verteidigungsminister Dr. Franz- Josef Jung neu vorgestellt. Der Titel des Weißbuchs 2006 besagt, dass es eines zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr ist, betonte der Hauptmann. Dass es um die Sicherheitspolitik Deutschlands gehen soll, wird dann auch nochmals mit der Bezeichnung des ersten Teils „Die Sicherheitspolitik Deutschlands“, bestätigt. Im Klartext heißt das, es soll aufgezeigt werden, wovon deutsche Sicherheitspolitik ausgehen muss und wo sie wie maßgeblich eingebunden ist. Da kein Staat der Welt heute alleine für seine Sicherheit sorgen könne, trete Deutschland gemeinsam mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union für einen wirksamen Multilateralismus ein. Deutschland nimmt daher seine sicherheitspolitischen Interessen vor allem in internationalen und supranationalen Institutionen wahr und gestaltet deren Politik aktiv mit, so der Referendar.

Die Bundeswehr verfügt derzeit über 252.000 Soldaten, welche sich in zwei Kategorien eingliedern, brachte Hauptmann Roland Pietsch zum Ausdruck. Als Kategorie eins bezeichnet man die Streitkräfte, hier sind derzeit 105.000 Soldaten eingebunden, während in der Kategorie zwei ca. 147.000 Kameraden als Unterstützungseinheit fungieren. Den Worten von Hauptmann Pietzsch zu Folge befinden sich ca. 8.000 Soldaten weltweit im militärischen Einsatz.

Zum Thema Verteidigungshaushalt wusste Hauptmann Roland Pietsch von derzeit 31,2 Milliarden Euro zu berichten, wovon ca. 12 Mrd. Euro für Personalkosten zu Buche schlagen. Über 19,2 Mrd. Euro werden für Instandhaltung, Anschaffungen und Entwicklung benötigt.

Die geplante Verkürzung der Wehrpflicht von neun auf sechs Monate streifte der Hauptmann. Der Sprecher begrüßte, dass die schwarz-gelbe Regierung generell an der Wehrpflicht festhält. Er warnte aber zugleich vor einem "Einstieg in den Ausstieg". Wenn künftig in kürzerer Zeit junge Rekruten den Umgang mit der Waffe lernen sollen, dann müsse zudem die Ausbildung neu organisiert werden, mahnte der Hauptmann. "Der Strukturwandel ist zwangsläufig", sagte er. Die Ausbildung sei aufwendiger und werde aller Voraussicht nach mehr Geld kosten.

Bürgermeister Peter König bedankte sich bei Hauptmann Roland Pietsch für diesen interessanten Vortrag und brachte zum Ausdruck, dass das Verhältnis zwischen HUS und Gemeinde Neusorg sehr harmonisch und freundschaftlich sei. Viele Veranstaltungen, so der Rathauschef weiter, wurden gemeinsam abgehalten und seien auch in Planung. Ich denke schon an die kommende Woche, wo die Heeresunteroffizierschule Weiden Ihre Militärpatrullie hier in Neusorg durchführt und anschließend die Bevölkerung wieder zu einem Kameradschaftsabend in die Aula unserer Fichtelnaabtalschule einlädt. Auch an die Großveranstaltung im September, wo ein großer militärischer Appell in Neusorg stattfindet, freut sich die Gemeinde Neusorg. Unter Mitwirkung des Heeresmusikkorps aus Neubiberg und der HUS Weiden, werden hier in Neusorg mehrere Hundert Soldaten erwartet. Mit dem Dank für die gute Zusammenarbeit überreichte Bürgermeister Peter König an Hauptmann Roland Pietsch ein kleines Präsent.


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