Mar
17
2010

Kaiserwetter zur Teampatroullie

 

Feldwebellehrgang durchläuft Abschlussprüfung in Neusorg - Wetter spielt gut mit - 9 Stationen auf 16 Kilometermarsch

Neusorg (obe) Annähernd 250 Soldatinnen und Soldaten der Lehrgruppe C, der Unteroffiziersschule des Heeres aus Weiden, absolvierten gestern, im Rahmen ihrer Ausbildung zum Feldwebel eine Teampatroullie in und um die Partnergemeinde Neusorg. Rund 16 Kilometer Gesamtstrecke hatten die Teilnehmer zu durchlaufen, wobei sie an den unterschiedlichsten Stationen immer wieder physisch und psychisch gefordert wurden. Erstmals in diesem Jahr dabei eine Abordnung der örtlichen Soldaten- und Reservistenkameradschaft.

Mit einem Marschgepäck von rund 20 Kilogramm bepackt starteten die 9 Hörsäle punkt 5:15 Uhr ihre Teampatroullie. Ausgangslage war die Tatsache, das in einem Zielgebiet die aufgebaute militärische Infrastruktur durch Fremde Kräfte zerstört worden war, und man sich nun von Station zu Station durchkämpfen musste. Dabei war man immer wieder auf die vor Ort anzutreffende Zivilbevölkerung angewiesen, gestellt durch Stammpersonal der Schule, um an weitere Informationen zu kommen. An einer Station hatte man es im Ortsbereich von Pullenreuth mit einer aufgebrachten Bevölkerung zu tun, die in sehr deutlicher Manier ihren Ärger über die Soldaten Luft machten mit Transparenten auf denen "No Soldiers" stand und mit deutlicher Aggression wurden die einzelnen Hörsäle hier konfrontiert. Besonders zu erwähnen sei hier die Tatsache, dass die im Lehrgang erworbenen Englischkenntnisse hier eingesetzt werden mussten. Eine vermiente Brücke an der Fichtelnaab stellte die Teilnehmer vor das Problem der Flussüberquerung. Ein gespanntes Netz an einer Brücke diente als einzig sicherer Übergang, allerdings wurde hier der ein oder andere Teilnehmer nicht unerheblich nass.

Verletzte Versorgen, Seilsteg und Abseilen

An anderer Stelle musste mittels eines Seilstegs die Fichtelnaab und im Steinbruch eine kleine verminte Schlucht wieder überquert werden. Eine Kräfte zehrende Station da mit vollem Marschgepäck übergehangelt werden musste. Während es im Steinbruch noch relativ rasant und ohne größere Überwindung über eine Seilrutsche hinab geht steht das Highlight den Teilnehmern noch aus. Als Höhepunkt darf man ohne Zweifel das Abseilen von der Neusorger Eisenbahnbrücke nennen. Alle Teilnehmer durften sich aus 42 Metern Höhe in die Tiefeabseilen. Für manchen ein nicht alltägliches Erlebnis in seiner Dienstzeit. Weiter ging es in Richtung Steinwald. Allmählich kam die Sonne heraus und die anfänglichen Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt wechselten in der Sonne in angenehme Plusgrade aber zum Ausruhen und Landschaft genießen bleib keine Zeit, schließlich unterliegt man einer Zeitmessung. In Neuhof wartete ein psychisch ansprechender Teil auf die Teilnehmer. Zivilisten hatten dort Sprengladungen und Mienen entdeckt und dabei eine Explosion ausgelöst. Ein plötzlicher Knall und dichte Nebelschwaden, umhüllten das Szenario. Die angehenden Feldwebel sahen sich plötzlich 4 schwerverletzten Personen gegenüber mit Amputationsverletzung, schweren Bauchtraumen, und durch Verbrennung Entstellte. Alle Mimen waren durch das Stammpersonal täuschend echt geschminkt und in Szene gesetzt worden. Doch mitten in die Verletztenversorgung platzt plötzlich ein weiterer Zivilist mit einer Mine, und damit nicht genug ein Presseteam kreuzt mitten in der Szene auf und musste gesichert werden. Danach kurze Pause, Getränke auffüllen, kurze Rast, denn jetzt heißt es Schnell sein, ein Eilmarsch führt in Richtung Pullenreuth hier kann man Zeit gut machen. In Rothenfurth, muss ein gesprengter Bahnkörper unterlaufen werde. Mit Booten nutz man hier eine von einem "Schmuggler" gezeigten Bahndurchlass und paddelt auf dem Höllbach ans andere Ufer.

Biwakabend in der Turnhalle

Nochmals sind die Englischkenntnisse gefragt bei der vorletzten Station welche von den amerikanischen Streitkräften aus Grafenwöhr unterstützt wird. Hier gilt es schnell die Lage zu sichern, Erkundigungen auf Englisch einzuziehen und dann heißt es auf zur letzten Station. In Neusorgs Waldabteilung " Mauswinkel" in unmittelbarer Nähe zum Wasserwerk, erwartete die Hörsäle ein Hinterhalt. Doch auch hier delegieren die Gruppenführer schnell und umsichtig ihre Teilnehmer, und können binnen von wenigen Sekunden die Lage entspannen, die Feinde Dingfest machen und entwaffnen.

Nach rund 12 Stunden Marsch und 16 Kilometern Gesamtstrecke, vielleicht auch der ein oder anderen gelaufenen Blase an Ferse oder Zehen, bewegt man sich zum eigentlichem Ziel des Tages in die Schulturnhalle von Neusorg. Dort erwartete die Teilnehmer neben einem deftigen Eintopf und Getränken auch die Siegerehrung im rahmen eines Biwakabends.

 

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