Nov
13
2011

Neusorg. (hkö) Mit einem Kirchenzug, Gottesdienst und einer Gedenkfeier an den Ehrenmälern beging die Gemeinde Neusorg würdig den Volkstrauertag. Vereine und Verbände mit Fahnenabordnungen und eine Abordnung der vierzehnten Inspektion der Heeresunteroffiziersschule Weiden, mit Hauptmann Henry Hoge und Stabsfeldwebel Michael Kilger zogen zu den Klängen der Blaskapelle Neusorg zum Kriegerdenkmal, um den Vermissten und Gefallenen zu gedenken.

Diakon Harald Schraml stellte fest, dass der Volkstrauertag für junge Generation, nicht mehr relevant sei. Aber so Harald Schraml weiter, wollen die Jungendlichen genauso in Frieden und ohne Krieg leben. Der Diakon verlas einen Auszug eines letzten Briefes eines unbekannten Soldaten der in Stalingrad seine letzten Zeilen schrieb. Darin heißt es, dass das Leid an jeder Ecke zu sehen war. Not, Elend und Hass war da, nur Gott war nicht da. Der Soldat seinen Eltern dankt, was er von Ihnen, als Sohn, erhalten habe schließt mit den Worten: „Vielleicht gibt es doch eine Gerechtigkeit.“

Mit dem Wort Gewalt, kann man die Grausamkeit ausdrücken, welche von unterschiedlicher Bedeutung sind. Wie grausam ein Krieg ist, zeigt sich besonders deutlich, brachte Bürgermeister Peter König zum Ausdruck. Das Gemeindeoberhaupt sprach von einem Beispiel, in dem Astrid Lindgren, anlässlich der Verleihung des Buchpreises 1978 folgendes erzählte: “Eine alte Dame, die damals in den Kriegsjahren, eine junge Frau war, wollte – weil ihr kleiner Sohn unartig war – diesen bestrafen. Aus diesem Grunde musste der kleine Junge einen Weidenstock selbst holen, damit er seine Strafe von der Mutter bekommen sollte. Nach einiger Zeit kam der kleine Junge, weinend zurück und sagte: „Ich habe keinen passenden Stock gefunden, aber hier hast du einen Stein, mit dem kannst du nach mir werfen. Kurz darauf, nahm die Mutter ihren Sohn in die Arme und beide weinten bitterlich. An diesem Tage setzte sich die Mutter das Ziel: Niemals mehr Gewalt. Diese Mutter setzte mit diesem Tun, ein Zeichen, das für uns alle ein Vorbild sein sollte.

Weit über 17 Millionen Menschen fanden im ersten Weltkrieg den Tod. Während im ersten Weltkrieg die Frauen zu sehen mussten, wie ihre Ehemänner in dem Krieg zogen, mussten Sie zwanzig Jahre später auch noch den Einzug Ihrer Söhne verkraften. 55 Millionen Tote, aus 15 Staaten der Erde war die traurige Bilanz des zweiten Weltkrieges. Am Volkstrauertag, so Bürgermeister Peter König, wird uns diese Erkenntnis besonders vor Augen gehalten. Eltern und Söhne haben sich in den Kriegsjahren verabschiedet: „Ich bin bald wieder zu Hause“. 80 junge Soldaten, aus unserer Heimatgemeinde, kamen nicht mehr heim und hinterließen Lücken, brachte das Gemeindeoberhaupt. Wir sollten auch an die 7.000 Soldaten der Bundeswehr denken, die weltweit im Einsatz stehen und für den Weltfrieden kämpfen. Leider haben auch seit dem Jahre 1992, viele Soldaten ihr Leben, für den Frieden, lassen müssen. Unzählige Verletzte werden ein Leben lang gezeichnet sein. Gedenken wir aller Soldaten, die uns auch in der heutigen Zeit, vor Terror und Anschlägen schützen. Anschließend legte Bürgermeister Peter König im Namen der Gemeinde einen Kranz am Ehrenmal nieder.

Der Vorsitzende des VdK- Ortsverbandes, Jürgen Mielke würdigte die Taten der gefallenen und vermissten Soldaten und legte am Kriegerdenkmal einen Blumenkranz nieder.

Hauptmann Henry Hoge von der vierzehnten Inspektion der Heeresunteroffiziersschule Weiden stellte fest, dass in junger Zeit, viele Kameraden in Einsätzen ihr Leben verloren haben. Auch ich war im Einsatz im Kundus, und musste miterleben, wie an meiner Seite, Freunde und Kameraden, ihr Leben verloren haben, betonte der Hauptmann. Aus diesem Grunde ist es für uns eine Ehre, an den Festlichkeiten, hier in der Gemeinde Neusorg teilzunehmen. Nicht überall in Deutschland, wird dieser Trauertag so gewürdigt. Im Namen aller Soldaten legte Hauptmann Henry Hoge, für die Gefallenen und Vermisten einen Kranz am Ehrenmal nieder.

Norbert Schwarz, der Vorsitzende der Soldaten- und Reservistenkameradschaft, dankte gefallenen und vermissten Soldaten für ihren Einsatz in beiden Weltkriegen. Mit dem Fahnengruß und dem Lied vom guten Kameraden und legte der Vorsitzende einen Kranz am Ehrenmal nieder.



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