Nov
28
2012

Neusorg. (hkö) In einer würdigen Gedenkfeier am Kriegerdenkmal feierte die Gemeinde Neusorg den Volkstrauertag. Vorausgegangen waren ein Kirchenzug und der Gottesdienst, den Pfarrer Hans Riedl und Diakon Harald Schraml zelebrierten. Der Männergesangverein Neusorg und die Neusorger Blaskapelle umrahmten musikalisch die Feierlichkeiten.
 
Nach dem Gedenkgottesdienst zogen die Vereine und Verbände mit ihren Fahnenabordnungen, zahlreiche Gemeinderäte, unten ihnen auch Ehrenbürger und Altbürgermeister Günther König,  zu den Klängen der Blaskapelle Neusorg zum Kriegerdenkmal um den Vermissten und Gefallenen zu gedenken.
 
Pfarrer Hans Riedl merkte an, dass die Gedenkstätten und Soldatenfriedhöfe an unermessliches Leid erinnern. Die vielen Kreuze verkünden uns, wie viel Grausamkeit die viele Familien erleiden mussten. Im Glauben aber wissen wir, dass der menschgewordene Gott alles Leids am Kreuze mitgetragen hat. Pfarrer Hans Riedl stellte heraus, dass das Gedenken am Volkstrauertag vieler Hinterbliebenen von der bitteren Erfahrung an Gewalt, Folter und Krieg, heimgesucht wird, welches die Menschen ein Leben lang nicht vergessen.
 
Wir gedenken heute der Soldaten, die in den beiden Weltkriegen und den Kriegshandlungen der Neuzeit starben, brachte Bürgermeister Peter König zum Ausdruck. Wir gedenken der Menschen, die aufgrund von Kriegswirren oder danach in der Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren haben. Und wir denken voller Betroffenheit an alle, die verfolgt und getötet wurden, weil sie dem vermeintlich falschen Volk angehörten oder als „unwertes Leben“ wegen Krankheit oder Behinderung aussortiert wurden.
 
Der zweite Weltkrieg, so das Gemeindeoberhaupt endete im Jahr 1945 und ist längst vorbei. Inzwischen gibt es immer weniger Augenzeugen, die uns aus eigenem Erleben die damaligen Ereignisse vor Augen halten können. Die mittlerweile nachfolgenden Generationen können oft mit den Erzählungen aus vergangenen furchtbaren Zeiten nichts mehr anfangen. Diesem Vergessen steht die Erinnerung gegenüber. Die Erinnerung an junge Menschen, die fort gingen und nicht wiederkamen. Der heutige Tag steht auch dafür, dass die junge Generation aufgrund der verblassenden leidvollen Geschichte nicht ihre eigenen Erfahrungen damit machen muss. Denn es kann auf einmal sehr schnell gehen. In diesem Jahr jährt sich die Kubakrise zum 50. Mal, stellte Bürgermeister Peter König fest. Im Oktober und November 1962 befand sich die Welt während der Kubakrise am nuklearen Abgrund. Der Schritt in einen vernichtenden Atomkrieg war nicht weit. Einen Volkstrauertag hätte es danach nicht mehr gegeben, stellte der Rathauschef fest. Das Sterben ging auf anderen Kriegsschauplätzen weiter, bis in die heutige Zeit. Die moderne Medientechnik macht es heute möglich, dass der Krieg in Computerspielen zur Unterhaltung wird. An dieser Stelle müssen wir besonders aufpassen. Krieg in Verbindung mit Spaß und Unterhaltung zu bringen, führt zu Verharmlosung der Gefahr und zur falschen Einschätzung des Unheils, das von kriegerischen Auseinandersetzungen ausgeht. Anschließend legte Bürgermeister Peter König im Namen der Gemeinde einen Kranz am Ehrenmal nieder.
 
Der Vorsitzende des VdK- Ortsverbandes, Jürgen Mielke würdigte die Taten der gefallenen und vermissten Soldaten und legte am Kriegerdenkmal einen Blumenkranz nieder.
 
Norbert Schwarz, der Vorsitzende der Soldaten- und Reservistenkameradschaft, dankte den Soldaten mit dem Fahnengruß und dem Lied vom guten Kameraden und legte einen Kranz am Ehrenmal nieder.

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